Es sind noch 5 Tage bis das Flugzeug vom Boden abheben wird in Richtung Vietnam. Unser ganzes Hab und Gut wird bis zu diesem Zeitpunkt entweder verkauft, verschenkt, im Keller meiner Mama verstaut, in einer Box nach Australien gesendet oder im Rucksack für Vietnam gepackt sein. Für einen Monat werden Harry und ich Vietnam mit einem Rucksack bereisen. Davon sind wir in den ersten 2.5 Wochen gemeinsam mit Leonie und Leah unterwegs. Unsere Freundschaft begann im Austauschsemester 2016 in Malmö, Schweden, wo wir per Zufall alle das Fach „Friluftsliv“ besuchten. 2019 besuchte Leah uns in der Schweiz. Vier Jahre später, zum Zeitpunkt der Verlegung von der Schweiz nach Australien, schien ein passender Moment für ein Wieder-Sehen unserer Malmö-Gruppe: Leah wird aus Kanada anreisen, während Leonie, Harry und ich am 6.3.2023 in Zürich das Flugzeug besteigen.
Wie ich mich fühle


Heute, am 1.3.2023, fühle ich mich richtig gut! Die Kisten für Australien sind endlich fertig gepackt, die Wohnung ist leer und wird gerade geputzt, während ich diesen ersten Beitrag versuche zu schreiben. Ich sitze im Gang unserer Wohnung und warte auf die Person von „send-my-bag“, welche heute zwischen 9.00-18.00 Uhr unsere 5 Umzugs-Kisten im Gang abholen wird. Harry und ich haben eine Münze geworfen zur Frage, wer die Morgen-Schicht (9-13) übernehmen muss, um auf die Person von der DHL zu warten. Ich habe verloren und so sitze ich jetzt hier, im Gang, mit den Boxen, wartend und schreibend: Gross angekündigt habe ich ihn, den Blog. Nun, der Moment scheint passend, um jetzt damit zu beginnen. Somit: Willkommen zum Blog mit dem kreativen Namen „Debi Down Under“.
Doch bevor der Reisebericht beginnt, ein Blick zurück, zu der Zeit vor der Abreise:

Am 4.02.2023 veranstalteten Harry und ich eine kleine „Flohmarkt/Tschüss-Party“. Alles in der Wohnung konnte „ersteigert“ werden, indem es mit einem Post-it Zettel markiert wurde. Das gesammelte Geld spendeten wir an die Orang-Utan-Foundation. Am Tag danach begannen herrliche letzte Tage in den Bergen: Zuerst reiste ich mit Angi für drei Tage ins Goms zum Langlaufen und nach einem kurzen Stopp in Basel weiter nach Grindelwald zum Skifahren auf aperen Pisten mit meinen Freundinnen aus Luzern.


Und dann am Sonntagabend nach dieser Spass-Woche wurde ich so richtig traurig. So viele liebe Menschen, Orte und Gegenstände, von welchen ich mich verabschieden musste. Wie viel wird sich verändern, bis wir uns das nächste Mal physisch wiedersehen werden? Wird jemand umziehen? Den Job wechseln? Auf Reisen gehen? Eine Familie gründen? Heiraten? …
So viel Ungewissheit, die sich in manchen Momenten anfühlt, wie ein Aushalten müssen und sich in anderen Momenten herrlich aufregend im Bauch spürbar macht, als Platz und Raum, um Neues zu schaffen. In der darauffolgenden Woche hat mir eine Wanderung auf die Fräkmüntegg (Pilatus) mit meiner Familie geholfen, die Traurigkeit auf dem Berg zurückzulassen und positiver dem Abenteuer entgegenzublicken. Ich bin so gespannt darauf, was ich alles erleben werde. Es bleiben mir noch ein paar letzte Momente in der Schweiz, viele Tschüss und innige Umarmungen. Und dann – haben wir losgelassen und es geht bzw. fliegt los.

PS: Harry möchte auch (wie immer) seinen Senf dazugeben. Deshalb erhält er seinen eigenen Absatz in diesem Blog mit dem Namen:
Harry’s Senf
That’s right, let’s spice this up. Although, Debi has informed me that the „Senf“ expression, is less about flavour as it is about adding a remark that may or may not be needed. Somehow, this seems fitting, and I say, each to their own – a little bit of spice hurt no one!
Debi has politely not shared that 4 out of the 5 boxes sent to Australia are mine. Let’s blame that on the bigger size of clothes opposed to the extra amount of shoes or paintings. WE agreed that in our next phase of life, WE will (try) to live „net-zero“, otherwise put „one in, one out“, and, finally in plain English, every time WE buy something, WE need to sell/give away something. Not sure who came up with this, but, loving the idea of minimalistic living to help ground us and develop sustainable habits. It’s not like we can just pack up our bags and move when it feels like life has stagnated…right?!
Albeit, becoming net-zero would certainly help make moving easier in the future. Gotta keep those doors open. No, no, no. I jest.
What we really bring back to Australia cannot fit in a box. We were fortunate to create happy memories full of mountains, food, smiles and laughs. These will be with us for the rest of our lives.
Openly, we look forward to accumulating more of these experiences in the sun and with the Oz family. Already, I hear the words „be careful what you wish for“, my sister is pregnant and is expected to give birth to a son around the same time as our arrival. Very exciting. Our family grows. And while the family in Oz all have large personalities, space is bountiful in Australia, and we will work it out. This includes keeping our eyes open for a place that has a backyard for our future dog. Side note: Debi wants an Italian, I want a German. Decisions, decisions, decisions. Pragmatically, let’s first start with finding a job before looking for a humble abode.

We hope to share more time with you.
We hope to continue our life of adventure.
On that note, it’s VIETNAM O’clock with friends.

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