Die ersten zwei Wochen in Elwood waren voller, wär hätte es gedacht – Vorstellungsgespräche! Davon habe ich 3x eine Schule besucht oder als Assistentin mitgeholfen, um einen Einblick zu erhalten. Rückblickend war das ziemlich anstrengend – doch zu Beginn natürlich auch sehr aufregend und spannend. Dabei war ich jeweils mit dem Fahrrad unterwegs und habe so nebenbei Melbourne erkundet.






Die Vorstellungsgespräche waren unter anderem für Rollen als Primarlehrerin an öffentlichen Schulen, Privatschulen (Deutsche Schule und jüdischen Schule) und als Dozentin an der Uni. Die Stelle als Dozentin stellte sich als Teilzeit Stelle heraus, welche ich mit viel Freude angenommen habe. Ab dem 6. Juni werde ich jeweils am Mittwoch an der Torrens University in Masterstudium „Inclusive Education“ unterrichten. Ich werde wohl entweder mit dem Fahrrad oder mit meiner zukünftigen Vespa dorthin düsen.







Nun – diese Entscheidung fiel mir sehr leicht. Wie ich jedoch meine restlichen vier Tage füllen sollte, da war ich unschlüssig. In der Schweiz weiss ich ungefähr, an welchen Schulen ich als Lehrperson arbeiten will, welche Rollen zu mir passen und welcher Lohn ungefähr angemessen ist. Doch hier ist der Dschungel an Möglichkeiten irgendwie grösser: Es gibt verschiedenen Hierarchiestufen an den Schulen, was ich begrüsse, weil es bedeutet, dass man auch als Primarlehrperson mehr Verantwortung übernehmen kann. Dann gibt es öffentliche und private Schulen, wobei die privaten Schulen einen besseren Lohn bezahlen – wie ich herausgefunden habe. Auch die Zeiten sind anders. Der Unterricht beginnt um 8:30/9:00 Uhr und endet um 15:30/16:00 Uhr je nach Schule. Die Mittagspause ist dafür nur 30 Minuten und die Kinder essen ihren Lunch im Klassenzimmer. Der Lehrpersonenmangel ist auch hier gross – das ist ähnlich wie in der Schweiz. Als Stellvertretungslehrperson hätte ich überall sofort anfangen können. Doch ich hatte das Bedürfnis nach einer festen Stelle, um ein wenig Routine im Alltag und auch, im Idealfall, Freundinnen im Kollegium zu finden. Nun, 2 Wochen nach dem ersten Vorstellungsgespräch, habe ich mich entschieden. Ich beginne morgen als Klassenlehrperson an der jüdischen Schule zu arbeiten. Wieso habe ich diese Schule gewählt, fragst du dich vielleicht? Und ich mich auch – ich bin irgendwie selber von meiner Entscheidung überrascht.
Nun, die Schule ist mit dem Fahrrad in 10 Minuten zu erreichen, davon sind 5 Minuten dem Meer entlang, der Lohn ist fair, die Schule klein und das Kollegium schien sehr herzlich und nett. Aber es ist trotzdem anders und ich bin ein bisschen nervös und sehr gespannt – wie es wohl wird. Den australischen Lehrplan habe ich bisher noch nie angeschaut und von der jüdischen Kultur weiss ich genau so viel, wie man in Fernsehshow O.C. so nebenbei mitbekommt. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Ps: Unser Zuhause wird immer heimeliger.




Harry’s Senf
Wow-wee. Double digits senf. Perhaps I start charging Debi per word for my contribution, especially now that she’s got herself a salary! Impressive stuff. She got every job she applied for, finding herself overwhelmed with options. I have to keep reminding her that it’s not the worst problem in the world.
Decisions are crossroads. When I was in Spain walking the Camino, deep inside my own head, I lost sight of the scallop shell way-makers and walked 45 minutes the “wrong” direction. Wrong turns are part of it, and likely a reason why people say “everyone’s Camino is different”. Doubling back, I returned to the fork in the road where I went right instead of left. Not an intentional detour, but even so, I was back on track. Simple. Unfortunately, life doesn’t manufacture tangible signs for us to recognise when we need to get back on track. Instead, we rely on our inner compass and the people around us.
Today, the sun was out, and while last week’s work was tough, overall I’m happy with the path I’m on.

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